Mein Bundesfreiwilligendienst startete im August 2019. Ich hatte zuvor mein Abitur
gemacht und wollte nun erst einmal  Erfahrungen sammeln, um mir sicher zu sein,
dass die soziale Arbeit als Beruf das Richtige für mich ist.
An meinem ersten Tag war ich natürlich ziemlich aufgeregt. Dies legte sich aber
schnell da ich sehr nett von dem Team aufgenommen und eingearbeitet wurde. So
dauerte es nicht lange, bis ich im MANUS-Alltag angekommen war. Meine Aufgaben
waren sehr abwechslungsreich. Neben den klassischen Nachmittagsangeboten
kümmerte ich mich auch um die Hausaufgabenbetreuung oder das freie Spielen. Im
MANUS konnte ich besonders vielseitige Erfahrungen sammeln, da unterschiedliche
Arbeitsfelder aufeinandertreffen. So gibt es die offene Kinder- und Jugendarbeit, die
Zusammenarbeit mit den Eltern, aber auch einige Einblicke in die Erlebnispädagogik
konnte ich mitnehmen. Trotz des strukturierten Alltags habe ich jeden Tag neue Dinge
erlebt und andere Menschen kennengelernt. So gestaltete sich das Jahr nie langweilig.
Wir ,,Bufdi’s’’ wurden vom ersten Moment an in jegliche Arbeit integriert. Uns wurde
Verantwortung übertragen und vertraut, so dass wir einige Aufgaben die ein_e
Erzieher_in bzw. Sozialarbeiter/in inne hat, kennenlernen durften. Jede_r
Bundesfreiwillige hat einen Anleiter_in bekommen welche_r uns grade zur
Anfangszeit unterstützt hat und regelmäßig Gespräche mit uns geführt hat, um
mögliche Fragen und Probleme zu besprechen.
Der Corona-Virus machte natürlich auch vor uns nicht halt. So hieß es von dem einen
auf den anderen Tag, dass wir schließen müssen. Die Unsicherheit was nun passiert
und wie es weiter geht, war in dieser Zeit sehr präsent. Nach einigen Wochen, in denen
wir nicht im MANUS arbeiten konnten und von Zuhause verschiedene Angebote über
Social Media weiter laufen ließen, stellte sich ganz langsam ein neuer Alltag ein.
Niemand hatte so eine Situation schon erlebt, weshalb wir alle nicht wussten ob und
wie die neue Struktur von unseren Besuchern und Besucherinnen angenommen wird.
Es hat sich viel verändert: Wir tragen den ganzen Tag Masken, müssen auf die
Abstandsregelung achten und dürfen nur mit einem minimum der Kinder arbeiten.
Dies ist natürlich im Vergleich zu dem sonst so „trubeligen“ Alltag eine enorme
Umstellung an die man sich nur langsam gewöhnt hat. Trotz allem wurde sich sehr
viel Mühe gegeben z.B. durch eine Schnitzeljagd im Stadtwald oder ähnliches
Programm, das Beste aus der Situation zu machen.
Mir persönlich wird die Zeit im MANUS positiv in Erinnerung bleiben, da ich sehr
gerne mit dem Team aber auch den Kindern und Jugendlichen zusammengearbeitet
habe. Neben zahlreichen lustigen Situationen bleiben mir besonders die Ausflüge in
Erinnerung. Beim Ferienprogramm hat man die Kinder noch einmal besser
kennengelernt und konnte mit ihnen gemeinsam tolle Sachen erleben.
Es war ein schöner Ausgleich zum normalen Alltag, dass wir oft spezielle Tage
anbieten konnten auf die sich alle immer besonders freuten (z.B. Girls/Boys Day,
Karneval oder den „Rollentauschtag“).
Auch die Weihnachtsfeier war ein echtes Highlight, da es schön zu sehen war, was die
Kinder über das Jahr für tolle Projekte aufgebaut hatten. Unser Tagesausflug nach

Winterberg gefiel mir auch sehr. Zu sehen wie viel Spaß die Kinder im Schnee oder
bei Schlittenrennen hatten war toll.
Neben diesen ganzen besonderen Tagen, hat mir im Alltag besonders das Projekt
„Schmeckt nicht gibt`s nicht“ Spaß gemacht. Aufgrund des gemeinsamen Kochens mit
den Kindern, aber auch weil es sehr spannend war zu sehen, wie so ein Projekt läuft
und was alles dahinter steckt.
Mich persönlich hat der Bundesfreiwilligendienst in meiner Entscheidung nun soziale
Arbeit zu studieren bestärkt und in diesem Berufsfeld eine Zukunft aufzubauen. Neben
vielen Erinnerungen habe ich einiges Gelernt und einen großen Einblick in die
Aufgaben der Mitarbeiter des MANUS erhalten.